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Weinserie 2024: Chardonnay und Pinot Noir in all ihren Facetten

Chardonnay: Von Vorderasien in die Welt

Wie viele andere alte Rebsorten hat auch der Chardonnay seinen Ursprung in Vorderasien. Mit der Ausbreitung der Weinkultur kam die Sorte nach Frankreich und fand insbesondere im Burgund eine neue Heimat. Eine Siedlung bei Tournus mit dem Namen „Chardonnay” könnte der Sorte ihren Namen gegeben haben. Im Burgund kümmerten sich die Klöster um die Ausbreitung und Pflege der Sorte. Seit Jahrhunderten steht der Chardonnay für grosse Weissweine aus dem Burgund und auch in der Champagne spielt er eine essentielle Rolle. In Deutschland erfolgte die Zulassung im Jahr 1991. Da jedoch schon in früheren Jahren verschiedene Betriebe Pflanzgut aus Frankreich bezogen, sind einige deutsche Chardonnay-Bestände wesentlich älter. Die berühmtesten Chardonnay-Weine wachsen auf den kalkhaltigen Böden von Puligny-Montrachet, Meursault, Corton-Charlemagne und Chablis. Die Trauben haben nussige, im Alter leicht petrolige Aromen. Der Erfolg dieser Traube beruht darauf, dass sie auf nahezu jedem Bodentyp ansprechende Qualitäten hervorbringt. Sie treibt früh aus und darf nicht zu spät gelesen werden, weil sonst die Säure absinkt.

Der Chardonnay ist die einzig zugelassene Rebsorte des sortenrein ausgebauten Chablis. Der Name war insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren sehr bekannt und galt in dieser Zeit als Synonym eines trocken ausgebauten Weissweins. Vor der Einführung des Markenschutzes für den Namen Chablis bedienten sich insbesondere australische und kalifornische Winzer dieses Namens auf dem Flaschenetikett, um mit dem griffigen Namen ihre trockenen Weissweine selbst anderer Rebsorten zu vermarkten.

Chardonnay ist eine der populärsten Rebsorten der Welt

Sie ist in praktisch allen weinbautreibenden Ländern vertreten und besetzt weltweit eine Anbaufläche, die nahezu der des Rieslings entspricht. Der Chardonnay stellt an den Standort ähnlich hohe Ansprüche wie ein Weissburgunder oder auch ein Riesling. Randlagen sind demnach ungeeignet. Am besten gedeiht er auf tiefgründigen, kalkigen und warmen Böden. Chardonnay besitzt eine gute Winterhärte, er ist nicht besonders anfällig gegen Krankheiten, lediglich die dünnen Beerenschalen begünstigen die Botrytisbildung. Er wird weiträumig gepflanzt. Höhere Stämme verbessern die Blühfestigkeit. Im Herbst reift er – ähnlich wie der Weissburgunder – recht spät und kann kurz vor dem Riesling geerntet werden. Die Oechslegrade liegen auf Weissburgunderniveau, bei geringen Erträgen auch darüber. Die Säurewerte erreichen in geeigneten Lagen ein ansprechendes Niveau.

Die meisten Weine werden trocken ausgebaut. Neben dem Ausbau im Edelstahltank ist der Barrique-Ausbau bei dieser Sorte sehr verbreitet. Dafür eignen sich allerdings nur hochwertige Grundweine. Frische, fruchtige Weine werden auch versektet. Der Duft von Melonen, exotischen Früchten, überreifen Stachelbeeren oder auch nicht ganz reifen Äpfeln ist typisch für den Chardonnay. Gehobene Qualitäten besitzen meist reichlich Alkohol und Extrakt, sie sind stoffig und nachhaltig. Sind sie im Barrique ausgebaut, ergänzen Holzaromen die primären Fruchtaromen. Da Chardonnay in verschiedenen Qualitätsstufen vom frischen Qualitätswein bis zur wuchtigen, trockenen Auslese angeboten wird, kann er für die verschiedensten Anlässe eingesetzt werden. Leichte, junge Weine begleiten gut Fisch und Meeresfrüchte, kräftige oder holzbetonte Weine passen zu Gebratenem ebenso wie zu herzhaftem Käse

Der König der Rotweine: Pinot Noir

Die international als „Pinot Noir“ und in deutschen Breiten besser als “Spätburgunder” bekannte Rebsorte ist unumstritten eine der bedeutendsten, wenn nicht sogar die bedeutendste Rotweinrebe überhaupt. Wohl wie kaum bei keiner anderen Traube ist der Geschmack des Weins, der aus ihr gekeltert wird, so sehr abhängig vom Terroir, d.h. der Bodenbeschaffenheit der Region, in der die Rebsorte angebaut wird, und vom Klima, in dem sie gedeiht. Deshalb lässt sich ein absolut herausragender Wein aus der ursprünglichen Heimat dieser Traube, dem Burgund, nur schwer mit einem anderen Wein aus einer anderen Region vergleichen. Was vielleicht alle Weine aus dieser Rebsorte noch verbindet, ist eine gewisse verhaltene Fruchtigkeit und einen wegen der dünnen Schale der Traube in der Re­gel eher niedrigen Tannin- und Farb­stoff­ge­halt. Die sehr sensible Rebsorte mag kalkhaltige Böden, aber nicht allzu sehr heisses Klima; sie ist dennoch sehr empfindlich auf späten Frost, weil sie relativ früh austreibt. Trotzdem versuchen passionierte Winzer weltweit immer wieder ihr Glück mit der Pinot Noir-Traube, die sehr hohe Anforderungen an sie stellt. Die Rebe kommt ursprünglich aus dem Burgund und ist aber in den vergangenen Jahrhunderten in so gut wie jedes Wein­bau­ge­biet weltweit verpflanzt worden. Man könnte sogar behaupten, dass die Weine aus dieser Rebe mittlerweile in der Weltspitze mithalten können. Selbst osteuropäische Winzer, von Kroatien über Rumänien bis Kirgisien, stellen inzwischen aus der Pinot-Noir-Traube feine Weine her. In Spanien und Norditalien wird die Rebe vor allem zur Schaumweinerzeugung eingesetzt; dort heisst sie auch Pinot Negro oder Pinot Nero.

Pinot Noir ist sogar vom Champagner nicht weg zu denken

Auch ist es kein Geheimnis, dass für die Cham­pagner-Herstellung vornehmlich drei Rebsorten in Frage kommen. Neben der weissen Chardonnay und der roten Pinot Meunier (Schwarzriesling) ist die Pinot-Noir-Traube der wichtigste Bestandteil des weltweit festlichsten und wohl einem der kostbarsten aller Getränke. Der Anteil der Pinot-Noir-Rebe an der gesamten Champagner-Rebfläche ist mit 38% sogar am höchsten. Die beiden roten Rebsorten werden natürlich ohne Maischezeit gekeltert, wodurch der rote Farbstoff aus der Haut nicht in den Most übergehen kann. Sehr selten findet man auch roséfarbene Champagner, wo eine kurze Maischezeit für den Farbstoff ausschlaggebend war.

Weltweit findet man – in gemässigteren Weinanbaugebieten – mehr oder weniger gute Anbauversuche, wie beispielsweise in Kalifornien, Südafrika und vor allem auch in Neuseeland. Gerade dort, auf der uns gegenüber liegenden Seite des Globus, wurde der Pinot Noir-Anbau in den vergangenen Jahren wegen guter Ergebnisse vervielfacht.

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